Meine Indienreise incl. Yogalehrerausbildung liegt nun schon einige Monate zurück. Seitdem hat sich viel getan! In meinem Hauptjob als klinische Monitorin arbeite ich nur noch von Dienstag bis Donnerstag und den Rest der Zeit widme ich meinem Herzensprojekt – Massage, Yoga, Meditation!

Seit 2 Wochen verdiene ich damit sogar meine ersten Euros. Und da das alles so aufregend ist, möchte ich hier gerne mal wieder ein paar Gedanken und Erlebnisse festhalten und euch so daran teilhaben lassen.

Meine ersten offiziellen Yogastunden durfte ich bei meiner langjährigen Yogalehrerin und inzwischen Freundin Esther Caro als ihre Vertretung unterrichten. Esther hat mich sehr auf meinem Weg unterstützt und mich immer ermutigt, mich zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen. Eine Klasse zu unterrichten, in der ich selbst so lange Schülerin war, fand ich den idealen Start. Es hat mich jedoch auch nervös gemacht, unter den Schülern erfahrene Yogis zu wissen, deren Meinung mir am Herzen liegt. Umso überraschter war ich, dass ich mich, sobald die Stunde losging, pudelwohl gefühlt habe. Es hat sich ganz vertraut angefühlt und als hätte ich das schon etliche Male zuvor gemacht.

So ganz frei von Selbstzweifeln bin ich nicht und hin und wieder kam die Sorge auf, dass ich vielleicht nicht jedem Schüler gerecht werden könnte. Das positive Feedback, von mir wichtigen Menschen im Anschluss, hat mich umso mehr gefreut.

Yogastunden Lea LeMang

Eine Woche später begannen dann meine eigenen Yogaklassen im Flow Yoga.Hamburg. Ich hatte noch nicht für alle Klassen Anmeldungen und mir ist bewusst, dass Hamburg nicht unbedingt auf noch eine Yogalehrerin gewartet hat. Trotzdem glaube ich, dass es Menschen geben wird, die gerne genau mit mir Yoga üben wollen. Wie viele das sein werden, wird die Zeit zeigen.

Ich musste an meine weisen Yogalehrervorbilder in Indien denken. Bei ihnen habe ich erlebt, dass sich ihr Ego nicht aufplustert, wenn die Schüler in Massen zu ihnen kommen und sie gleichzeitig ganz gelassen bleiben, wenn keiner oder nur wenige Schüler eine Klasse besuchen. Ganz entsprechend der Definition von Yoga aus der Bhagavadgita (=heilige Schrift im Yoga und Hinduismus): „ Yoga means evenness of the mind in success and failure“ (= Yoga bedeutet Gleichmut des Geistes in Erfolg und Misserfolg).

Und was soll ich sagen? Das Unterrichten hat mir wieder so viel Spaß gemacht und nebenbei habe ich noch bekannte Gesichter wiedergesehen, über die ich mich sehr gefreut habe. Zwei sympathischen Ladies durfte ich außerdem ihre allererste Yogastunde geben. Als ich nach der Stunde in ihre strahlenden Gesichter blickte wurden mir zwei Sachen klar:

  1. Yoga funktioniert und beschert magische Momente.
  2. Ich mache gerade das, was ich mir aus tiefstem Herzen gewünscht habe – das Yoga, das mir in meinem Leben schon so sehr geholfen hat, an andere Menschen weitergeben.

Eine der Beiden berichtete mir dann noch von ihrer Erfahrung in der Einstiegsmeditation. Sie hatte noch nie zuvor meditiert und in der kurzen Meditation, die ich zu Beginn angeleitet habe, wurde ihr Kopf ganz leer und alle Gedanken haben Ruhe gegeben. Wie wunderschön, an solchen Erfahrungen teilhaben zu dürfen.

Es gibt für mich noch wahnsinnig viel zu lernen und ich träume schon von weiteren Workshops und Ausbildungen. Meine ersten Erfahrungen im Unterrichten zeigen mir aber auch, dass ich schon sehr viel auf meinem Yogaweg gelernt habe, dass ich an andere Menschen weitergeben kann. Ich bin froh, dass ich den Mut gefunden habe, diesen Weg einzuschlagen.

Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Interesse!

Namaste, Eure Lea

4 Kommentare
  1. Canan
    Canan sagte:

    Liebe Lea,
    so schön deinen Weg mitzubekommen! Ich wünsche jedem Menschen Yoga mit Dir zu erleben, denn deine Aura und Art ist allein schon so wundervoll und deine wohlige Stimme, da kommt man schon direkt in einen zentrierten und tiefen entspannten Zustand. Herzliche Grüße!

    Antworten
  2. Edgar Handy
    Edgar Handy sagte:

    Liebe Lea!
    Dein Bericht hat mir sehr gefallen. Finde ich toll wie Du Dich mit so viel Elan einbringst. Ich wünsche Dir viel Erfolg.
    Herzliche Grüße von Edgar

    Antworten

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